Abruzzen in Italien

Obwohl die Abruzzen geographisch eher zu Mittelitalien gehören, werden sie offiziell zu den Regionen Süditaliens gezählt. Dies ist ein Überbleibsel der Geschichte der Abruzzen, die vom Frühmittelalter bis hin zum 19. Jahrhundert dem Königreich Sizilien (später „Königreich beider Sizilien“) angehörten und wirtschaftlichen und kulturellen Austausch mit den Regionen Süditaliens pflegten.

Die Landschaft der Abruzzen ist von Hügeln und Bergen geprägt. Der Weinbau ist der wichtigste Teil der Landwirtschaft, rund 33.000 Hektar sind mit Reben bestockt. Sie wachsen ideal in bis zu 500 Meter Höhe überwiegend an den zur Adria hin gelegenen Hängen. Die noch häufig unterschätzten Abruzzen-Winzer sind junge Kellereien und Traditionsbetriebe mit konventionellen Anbau.

Bei den Weißweinen dominiert eindeutig Trebbiano, als Ausnahme werden aber auch Malvasia, Coccociola, Passerina oder Chardonnay angebaut. Bei den Roten steht die Sorte Montepulciano d‘Abruzzo im Vordergrund.