Rioja in Spanien

Das Anbaugebiet der Qualifizierten Herkunftsbezeichnung Rioja ist für den Weinbau und die Erzeugung von Weinen mit höchster Qualität, einzigartiger Persönlichkeit und optimalem Ausbaupotential ganz besonders geeignet. Im spanischen Norden gelegen, breitet es sich an beiden Ufern des Flusses Ebro aus und wird durch die geographischen Gegebenheiten ganz klar begrenzt. So ergibt sich auf vollständig natürliche Weise ein sehr eigenständiges Weingebiet, dass sich deutlich von seinen Nachbargebieten unterscheidet, obwohl sich die derzeit 63.593 ha Weinland der Herkunftsbezeichnung aus verwaltungstechnischer Sicht auf drei dem Oberlauf des Ebro entlang verlaufender Provinzen verteilen: La Rioja (43.885 ha), Álava (12.934 ha) und Navarra (6.774 ha).

Das Weinbaugebiet Rioja gehört zu den bedeutendsten in Europa. Als Böden überwiegen weißer Kalk sowie rotgrauer Lehm. Über 20.000 Winzer produzieren dort zu 85 % Rotwein, aber auch Rosé-, Rotling- und Weißweine. Es finden sich vor allem die roten Rebsorten Tempranillo (61 % der Anbaufläche), Garnacha (18 %), Mazuelo (3,5 %) und Graciano (0,7 %) und die weißen Rebsorten Viura (15 %), Malvasia (0,25 %) und Garnacha Blanca (0,09 % der Anbaufläche). Die klassischen Riojas sind entweder reinsortige Tempranillo-Weine oder Verschnitte mit einem Tempranillo-Anteil von weit über 50 % und kleineren Anteilen von Garnacha, Mazuelo und Graciano. Einige wenige Erzeuger stellen auch sortenreine Weine aus Garnacha, Mazuelo (bei der es sich um die Sorte Carignan handelt) und Graciano her, wobei insbesondere die Letzteren als besondere Spezialität gelten.