Der Gründer des Weinguts, Dr. Robert Weil, kaufte bereits 1867 die ersten Weiberge im Kiedericher Berg. Zu dieser Zeit war er noch als Professor für Deutsch an der pariser Sorbonne tätig, musste jedoch im Vorfeld des deutsch-französichen Krieges von 1870/71 Frankreich endgültig verlassen. 

Neben seine Tätigkeit als Journalist erweiterte Dr. Robert Weil das Weingut mit besten Weinbergpartien in den Kiderichen Berglagen. Sein klares Bekenntnis zu kompromissloser Qualität war die Voraussetzung dafür, dass sich das Weingut rasch entwickelte und seine weine Bald schon international vertrieben wurden. So wurden die Riesling-Auslesen aus dem hause Dr. Robert Weil an viele Kaiser- und Königshäuser Europas als die weissen Pendants zu den grossen Weinen des Bordeaux geliefert.

Im Jahr 1920 übernahm der Sohn des Firmengründers, der Jurist Dr. Wilhelm Weil, die Leitung des Weinguts. Er war weinbaupolitisch engagiert - das Weingut war bereits 1907 Mitglied im damaligen VDP -, führte den Betrieb durch schwere Zeiten empfing dann schon in den 1950er Jahren wieder weininteressierte Persönlichkeiten in Kiederich.

Ab dem grandiosen Jahrgang 1959 trug Dr. Wilhelm Weils Sohn Robert Weil, wie sein Vater ausgebildeter Jurist, die Verantwortung für das Familiengut. Wie in der Jahren der Gründung wurden die Rieslinge aus dem Kiderich Berg nicht nur in deutschen Markt vertrieben, sondern auch wieder in zahlreiche Länder exportiert.

Wilhelm Weil, der das Winzerhandwerk von der Pike auf gelernt hat, stellte 1987 mit konsequenten Entscheidungen die Weichen für die Zukunft des Weinguts. Mit weitsichtigen Investitionen in Keller und Weinberg und mit der Einführung des Tiffany-blauen Etiketts bescherte er, der Urenkel des Gründers, dem Weil-Riesling weltweite Aufmerksamkeit.

Geprägt von der Eigenart der Kidericher Berglagen zeigt sich ein Weil Riesling elegant und zugleich komplex. Die unnachahmliche Stilistik der Weil-Weine hat das Weingut Robert Weil zu einem weltweit geachteten Symbol deutscher Riesling Kultur gemacht.