La Mancha: Das größte Weinbaugebiet der Welt
La Mancha, gelegen auf der zentralen Hochebene Spaniens (Meseta Central), ist nicht nur eine historische Region, die durch Cervantes' Roman „Don Quijote“ weltberühmt wurde, sondern auch das größte zusammenhängende Weinbaugebiet der Welt. Es erstreckt sich über die Provinzen Albacete, Ciudad Real, Cuenca und Toledo in der Region Kastilien-La Mancha.
Der Weinbau in La Mancha hat eine lange Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Bereits für Kaiser Karl V. (König Karl I. von Spanien) wurde der berühmte Rotwein aus Valdepeñas in dieser Region produziert.
Die Bedingungen für den Weinbau in La Mancha sind ideal: Die Weinberge liegen auf einer Höhe von 500 bis 800 Metern über dem Meeresspiegel und profitieren von viel Sonnenschein und einem kontinentalen Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Die Böden sind überwiegend flach, sand- und lehmhaltig mit vereinzelten Kalkeinschlüssen, was zu guten Erträgen beiträgt.
Die wichtigsten Rebsorten in La Mancha sind:
- Airén (weiß): Diese autochthone Rebsorte ist besonders gut an das trockene Klima angepasst und war lange Zeit die meistangebaute Rebsorte der Welt. Sie ergibt frische, leichte Weißweine.
- Tempranillo (rot): Diese hochwertige rote Rebsorte liefert kräftige, fruchtbetonte Weine, die oft im Barrique ausgebaut werden.
- Weitere zugelassene Sorten sind unter anderem Garnacha, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah (rot) sowie Macabeo (Viura), Verdejo und Sauvignon Blanc (weiß).
Die Weine aus La Mancha sind bekannt für ihre kräftige Struktur und ihre Fruchtigkeit. Der Rotwein aus Valdepeñas genießt dabei besondere Bekanntheit.